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"Partisanen vom Amur"
Nach dem
Sieg der Oktoberrevolution in Russland begannen die imperialistischen
Staaten bald mit einer militärischen Intervention gegen die junge
Sowjetrepublik, um den Sozialismus sogleich im Kindesalter zu
erdrosseln. Die Rote Armee sah sich gezwungen, die sozialistische
Revolution sowohl gegen die imperialistische Invasion von gleich 14
ausländischen Mächten als auch gegen die innere Konterrevolution
gleichzeitig zu verteidigen. Die Entente-Mächte halfen zudem dem
zaristischen General Koltschak dabei, im Osten Sowjetrusslands eine
riesige Armee aufzustellen, die die Hauptstoßkraft gegen den Sowjetstaat
sein sollte. Mit vereinten Kräften gelang es schließlich der Roten Armee
gemeinsam mit einer mächtigen Partisanenbewegung der Bauern, die sich in
Sibirien und im fernen Osten entfaltete, die Truppen Koltschaks
zurückzuschlagen. Der Volkskrieg gegen die Intervention und die
Konterrevolution war gerade nicht zuletzt durch die große Hilfe der
"illegalen" Organisationen und der Partisanenabteilungen der Roten Armee
erfolgreich, sodass sich auch die imperialistischen Staaten 1920
zurückziehen mussten. Im Osten der Sowjetrepublik, wo der Fluss Amur
eine weite Strecke der russischen Grenze zu China bildet, dauerten die
Partisanenkämpfe besonders lange an, ehe der Bürgerkrieg 1921 endgültig
beendet war. Das Lied mit dem Titel "Partisanen vom Amur" besingt den
bedeutenden Anteil der entschlossenen sowjetischen Partisaneneinheiten,
die die Revolution sowohl gegen den inneren wie den äußeren Feind
erfolgreich verteidigen konnten. Bereits 1920 schrieb Sergej Parfenow
den Text über die "Partisanen vom Amur", gesungen wird er auf eine
traditionelle russische Melodie. Naja, das ist also die eine Variante -
eine andere gibt den Genossen Aturow als Komponisten und S. Alimow als
Texter an. Erstere scheint aber verbreiteter zu sein. Jedenfalls lautet
der russische Titel auf "Durch Täler und Hügel" - gemäß der ersten Zeile
(deutsch dann etwas lyrischer "Durch's Gebirge, durch die Steppe").
Der
deutsche Text, der ziemlich genau der russischen Vorlage entspricht, stammt von niemand geringerem als
Ernst Busch (1900-1980), einem der wichtigsten Künstler der deutschen ArbeiterInnenbewegung, ansonsten vor allem bekannt für seine Lieder aus
dem Spanischen Bürgerkrieg, aber auch als Interpret von Tucholsky- und
Brecht-Texten (z.B. Einheitsfrontlied, Dreigroschenoper).
Der
Berliner "Oktoberklub", der in obiger Version das Lied zum
besten gibt, war der älteste und bekannteste Singeklub der DDR
und bestand von 1966/67 bis 1990. Der Oktoberklub hatte daher auch eine
gewisse Leitbildwirkung in der sozialistischen Singeklubbewegung, die
für die mit ihr verbundene Freie Deutsche Jugend (FDJ) von wesentlicher
jugendkultureller und insgesamt kollektiv-sozialer Bedeutung war,
bildete sie doch einen bewusst gesetzten Kontrapunkt zur westlichen
Beliebigkeitskultur ("Monotonie
des 'yeah, yeah, yeah' und wie das alles heißt..." - W. Ulbricht).
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Partisanen vom Amur |
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(Text: Ernst Busch) |
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Durchs Gebirge
durch die Steppen zog
unsre kühne Division
|: hin zur Küste dieser weißen, heiß umstrittenen Bastion. :|
Rot vom Blut, wie unsere Fahne,
war das Zeug. Doch treu dem Schwur,
|: stürmten wir die Eskadronen, Partisanen vom Amur. :|
Kampf und Ruhm und bittere Jahre!
Ewig bleibt im Ohr der Klang,
|: das "Hurra" der Partisanen, als der Sturm auf Spassk gelang. :|
Klingt es auch wie eine Sage,
kann es doch kein Märchen sein:
|: Wladiwostok ist genommen! Rotarmisten zogen ein. :|
Und so jagten wir das Pack zum Teufel
General und Ataman.
|: Unser Feldzug fand sein Ende erst am Stillen Ozean. :| |

По
долинам и по взгорьям
Шла дивизия вперед,
Чтобы с бою взять Приморье –
Белой армии оплот.
Наливалися знамена
Кумачом последних ран,
Шли лихие эскадроны
Приамурских партизан.
Этих лет не смолкнет слава,
Не померкнет никогда!
Партизанские отряды
Занимали города.
И останутся, как сказка,
Как манящие огни,
Штурмовые ночи Спасска,
Волочаевские дни.
Разгромили атаманов,
Разогнали воевод
И на Тихом океане
Свой закончили поход |
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