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Der Stummfilm "Panzerkreuzer Potemkin" ist eines
der wichtigsten Werke des sowjetischen Regisseurs Sergej Eisenstein
(1898-1848), das er im Alter von erst 27 Jahren 1925 in Szene setzte.
Eisenstein hatte sich 1918 freiwillig zur Roten
Armee gemeldet, wo er bereits in der Informationsabteilung mehr oder
minder künstlerisch tätig war - er zeichnete politische Karikaturen.
Über das Theater (Bühnenbild, Kostüme) gelangt er schließlich zum
Film, 1925 wird sein erster abendfüllender Film "Streik" von der
Öffentlichkeit positiv aufgenommen. Mit "Panzerkreuzer Potemkin"
avancierte er kurz darauf bereits in gewisser Weise - auch auf
internationaler (obwohl antisowjetischer) Ebene - zum Starregisseur,
seine weiteren bekannten Werke werden vor allem die Filme "Oktober"
(1928), "Der Kampf um die Erde" ("Die Generallinie", 1929), "Alexander
Newski" (1939) oder auch "Iwan der Schreckliche" I-III (1945/46). Im
Alter von nur 50 Jahren erliegt Eisenstein 1948 allzu früh einem
Herzinfarkt, sein "Panzerkreuzer Potemkin" gilt bis heute als eines
der bedeutendsten und besten Werke der Filmgeschichte.
Der Film "Panzerkreuzer Potemkin" hat zwar konkret
betrachtet einen fiktiven Inhalt, aber einen realen Hintergrund. In
der ersten russischen Revolution 1905 gab es tatsächlich eine Meuterei
auf dem russischen Kriegsschiff "Potemkin", als die Marinesoldaten
bzw. Matrosen sich gegen die zaristischen Offiziere erhoben. Als der
Aufstand auf Odessa überzugreifen droht, wird die zaristische Armee
gegen die Bevölkerung, die mit den Matrosen des "Potemkin"
sympathisiert, in Marsch gesetzt, die Kämpfe in Odessa dauern beinahe
eine Woche. Hier z.B. muss Eisenstein die historischen Tatsachen etwas
verkürzen, die Kampfhandlungen an Land dauern hier naturgemäß nicht so
lange, sondern werden gewissermaßen in der bekanntesten Szene des
Films, der "Treppen-Szene", künstlerisch konzentriert. Diese Szene
wurde als Hommage an Eisenstein in späteren Filmen anderer Regisseure
oft "zitiert", so z.B. von Woody Allen oder Brian de Palma, obiger
Video-Clip gibt Eisensteins Original wieder. In dieser rund sechs
Minuten dauernden Szene, von der wir aber nur knapp zwei Minuten
anbieten können, marschieren die zaristischen Soldaten
roboterhaft die "Richelieu-Treppe" in Odessa hinunter und richten dabei ein rücksichtsloses
Massaker an. Das im Hafen liegende Kriegsschiff Potemkin kann jedoch
den Vormarsch stoppen. Schließlich wird ein anderes Kriegsschiff,
"Georg der Eroberer", auf den Panzerkreuzer Potemkin angesetzt, doch
anstatt die revolutionären Matrosen zu überwältigen, schließt sich die
Besatzung des zweiten Schiffes ihnen an. Auch dieses "Happy End"
entspricht - leider - nicht den historischen Tatsachen, denn die
Revolution von 1905 wurde bekanntlich schlussendlich niedergeschlagen
und auch die Matrosen des "Potemkin" wurden verhaftet und von der
zaristischen "Justiz" zur "Verantwortung" gezogen.
Anmerkung:
Bei Wikipedia gibt es auf der Seite zum Film "Panzerkreuzer Potemkin"
einen direkten Link zum kompletten Film (ca. 1 Stunde) im
RealMedia-Format bei LikeTelevision.com (LT). Zu letzterem dürfen wir
Dich aufgrund der Geschäftsbedingungen von LT zwar nicht von hier aus
direkt weiterleiten, aber zur externen >>
angesprochenen
Seite bei Wikipedia natürlich schon ;-)
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