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Mit 1. Jänner 2006 hat die österreichische Regierung
den EU-Ratsvorsitz übernommen – ein Anlass, die EU
aus marxistischer Sicht zu betrachten.
Die EU ist ihrem Wesen nach ein imperialistisches
Bündnis. Sie ist ein begrenztes Übereinkommen des
europäischen Monopolkapitals und soll vor allem drei
Dinge gewährleisten. Erstens: Als Institution der
europäischen Konzerne und Banken ist die EU ein
Mittel nicht nur zur Aufrechterhaltung des
Kapitalismus, sondern das Mittel zur Gewährleistung
der Profitmaximierung seitens der Monopole. Dadurch
ergibt sich zwingend die permanente Bedrückung der
Lage der Werktätigen durch Lohndruck,
Arbeitslosigkeit, Privatisierungen,
Marktliberalisierungen und Sozialabbau. Das ist der
unverrückbare soziale Inhalt der EU - und er ist
nicht in eine „solidarischere“ Richtung
transformierbar. Zweitens ist die EU das Instrument
des europäischen Monopolkapitals im
zwischenimperialistischen Kampf um die Neuaufteilung
der Welt, schlussendlich um die Weltherrschaft,
insbesondere gegen die USA. Daher steht die EU
unweigerlich für Militarismus und Militarisierung,
Aufrüstung und letztlich Krieg. Aus den ersten
beiden Punkten ergibt sich das dritte Anliegen der
EU mit zwingender Logik: der Antisozialismus. Die
Zerschlagung der sozialistischen Staaten in Europa
ist dem Imperialismus bereits 1989/90 geglückt, nun
werden in und durch EU-Staaten vermehrt
sozialistische und kommunistische Organisationen
kriminalisiert. Dies geschieht, weil aufgrund der
Unterdrückung der Werktätigen und der
friedensfeindlichen EU-Politik die „Gefahr“ für die
Herrschenden steigt, dass sich die Menschen nicht
nur die EU, sondern das gesamte imperialistische
System nicht mehr bieten lassen, dass vermehrt
antimonopolistische, antiimperialistische,
antikapitalistische Gegenbewegungen aufkommen. Daher
rüstet sich die EU auch gegen jede potentielle
emanzipatorische, demokratische und revolutionäre
Bewegung. Der Antisozialismus und Antikommunismus
sind die konsequente Speerspitze des
systemimmanenten Antidemokratismus der EU.
Daher muss
Österreich (und müssen mehrere Länder) aus der EU
austreten, muss das imperialistische Bündnis EU
zerschlagen werden - dies sind strategische
Durchgangspunkte. Nur dann können den europäischen
Nationen wieder antiimperialistische und
schlussendlich revolutionäre sozialistische Wege
offen stehen. Für eine sozialistisch orientierte
Jugendorganisation gilt daher die Losung:
Gegen Imperialismus,
Ausbeutung und Krieg! Raus aus der EU!
Stamokap-Strömung in der SJÖ, Wien, 23. Januar
2006
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