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Das Gedenken an Josef Gerl hat für
die Sozialistische Jugend eine besonders wichtige Bedeutung. Nicht nur
weil er Mitglied der Sozialistischen ArbeiterInnenjugend war, sondern
auch weil er zu einem Symbol des Widerstands gegen die eigene Partei
wurde.
Die SozialistInnen kämpften im
Februar 1934 für ihre Ideale, für eine gerechte Welt, während die
Führung der Sozialdemokratie zögerte, zurückwich und somit jegliche
Erfolgschancen – und seien sie noch so gering – zunichte machte.
Damals wie heute gibt es dieses
Zurückweichen in der Sozialdemokratie, das Anpassen an bürgerliche
Normen und Richtlinien.
Und damals wie heute bildet die
Sozialistische Jugend ein internes Regulativ. Es muss die Aufgabe der
SJ sein, die VertreterInnen der Sozialdemokratie an ihre Wurzeln zu
erinnern. Daran zu erinnern, dass es Menschen gab, die bereit waren,
für ihre politische Gesinnung ins Gefängnis zu gehen, die bereit
waren, für ihre Überzeugung zu sterben.
Rosa Jochmann sagte in einer
Parlamentsrede 1945: „Damals hatten Sie es nicht notwendig, Fragebögen
in die Betriebe hinaus zu schicken, denn damals wurde jeder Arbeiter,
jede Arbeiterin, die sich zum Sozialismus bekannt hat, in den Kerker
geworfen.“
Im Februar 1934 wurde die
Meinungsfreiheit abgeschafft, wurden die ArbeiterInnen wieder zu
politischen Objekten, die zu funktionieren hatten und keine Rechte
besaßen. Andere politische Überzeugungen wurden zum Anlass genommen,
Menschen in den Kerker zu sperren oder aufzuhängen.
Auch daran sollten uns der Februar
1934 und Josef Gerl erinnern: jeden Tag für unsere Rechte zu kämpfen.
Denn auch heute versuchen die Bürgerlichen, andere Meinungen aus dem
Weg zu räumen. Durch Überwachung und totale Kontrolle, mittels
Satelliten und Fingerprints, versuchen sie, für sie gefährliche
Menschen mundtot zu machen.
Ganze Länder, die nicht in den
politischen Mainstream der EU und der USA passen, werden in den virtuellen
politischen Kerker geworfen, werden durch Handelsblockaden,
militärische Bedrohung oder Krieg mundtot gemacht.
Daher: lernen wir aus der
Geschichte! Kämpfen wir für unsere Rechte! Lassen wir uns von den
imperialistischen Mächten nicht den Mund verbieten und seien wir
solidarisch mit all jenen, die den USA, der EU und anderen die Stirn
bieten. Denn nur wenn der Widerstand der antiimperialistischen Kräfte
groß genug ist, kann die Gefahr des Faschismus ernsthaft gebannt
werden! Hoch die internationale Solidarität!
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