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Zum Hiroshima-Gedenktag 2005:

Gegen Imperialismus und Krieg! - Für eine atomwaffenfreie Welt!

 

 

60 Jahre nach der Zerstörung von Hiroshima und Nagasaki arbeitet das US-Militär daran, „kleinere“ Atomwaffen zu entwickeln, um hinkünftig Atomkriege „niedriger Intensität“ real durchzuführen.

60 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki orientieren die USA weiterhin auf die Etablierung eines Raketenabwehrsystems, das ihnen den für sie gefahrlosen nuklearen Erstschlag ermöglichen soll.

15 Jahre nach dem Ende des praktischen Systemgegensatzes und des „Kalten Krieges“ in Europa bleiben hunderte US-amerikanische Nuklearsprengköpfe in Europa stationiert.

60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges setzt Deutschland in wenig subtiler Weise alles daran, in die direkte oder indirekte Verfügungsgewalt über Atomwaffen zu kommen.

60 Jahre nach Kriegsende werden im Rahmen des EU-Rüstungskartells EADS modernste Atomwaffen für den EU-Imperialismus und seine künftigen Kriege entwickelt.

60 Jahre nachdem der erste Staat der Erde Atomwaffen zum Einsatz brachte, verfügen mittlerweile mindestens acht Staaten weltweit über ein Arsenal, das nach wie vor für den mehrfachen Overkill reichen würde.

60 Jahre nach zwei katastrophalen Tagen für die Menschheitsgeschichte steht die Menschheit abermals vor Wendepunkten. Entweder die negative Entwicklung wird fortgesetzt und der Untergang nicht nur der menschlichen Zivilisation, sondern überhaupt des Menschen als Spezies bleibt ein reales Bedrohungsszenario. Oder es wird denjenigen, deren Geschäfte Rüstung, Militarismus, Krieg und Imperialismus sind, endlich Einhalt geboten, bevor sie mit ihren perfiden Kämpfen um Macht, Weltherrschaft und Profite die gesamte Menschheit in den Abgrund reißen. Nur eine soziale Weltgemeinschaft freier, souveräner, demokratischer und gleichberechtigter Nationen wird eine Garantie sein für Frieden, für das Überleben der Menschheit und für eine tatsächlich entmilitarisierte und umfassend abgerüstete Gesellschaft. Diese Gesellschaft mag in der Zukunft liegen, aber wir müssen schon heute dafür kämpfen, um überhaupt eine Zukunft zu haben.

53 Jahre nach ihrer Äußerung beim Wiener Völkerkongress für den Frieden 1952 bleiben für uns die Worte Bertolt Brechts – als Mahnung wie als Aufgabe: „Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.“

 

Für eine Welt ohne Atomwaffen!

Gegen Imperialismus und Krieg!

Für Frieden, internationale Solidarität und Sozialismus!

 

Stamokap-Strömung in der Sozialistischen Jugend Österreich

Kitzbühel, August 2005

 

 

Stamokap-Strömung in der SJÖ - politbuero@stamokap.org