|
60 Jahre nach
der Zerstörung von Hiroshima und Nagasaki arbeitet das
US-Militär daran, „kleinere“ Atomwaffen zu entwickeln, um
hinkünftig Atomkriege „niedriger Intensität“ real
durchzuführen.
60 Jahre nach
Hiroshima und Nagasaki orientieren die USA weiterhin auf die
Etablierung eines Raketenabwehrsystems, das ihnen den für sie
gefahrlosen nuklearen Erstschlag ermöglichen soll.
15 Jahre nach
dem Ende des praktischen Systemgegensatzes und des „Kalten
Krieges“ in Europa bleiben hunderte US-amerikanische
Nuklearsprengköpfe in Europa stationiert.
60 Jahre nach
dem Ende des Zweiten Weltkrieges setzt Deutschland in wenig
subtiler Weise alles daran, in die direkte oder indirekte
Verfügungsgewalt über Atomwaffen zu kommen.
60 Jahre nach
Kriegsende werden im Rahmen des EU-Rüstungskartells EADS
modernste Atomwaffen für den EU-Imperialismus und seine
künftigen Kriege entwickelt.
60 Jahre nachdem
der erste Staat der Erde Atomwaffen zum Einsatz brachte,
verfügen mittlerweile mindestens acht Staaten weltweit über
ein Arsenal, das nach wie vor für den mehrfachen Overkill
reichen würde.
60 Jahre nach
zwei katastrophalen Tagen für die Menschheitsgeschichte steht
die Menschheit abermals vor Wendepunkten. Entweder die
negative Entwicklung wird fortgesetzt und der Untergang nicht
nur der menschlichen Zivilisation, sondern überhaupt des
Menschen als Spezies bleibt ein reales Bedrohungsszenario.
Oder es wird denjenigen, deren Geschäfte Rüstung,
Militarismus, Krieg und Imperialismus sind, endlich Einhalt
geboten, bevor sie mit ihren perfiden Kämpfen um Macht,
Weltherrschaft und Profite die gesamte Menschheit in den
Abgrund reißen. Nur eine soziale Weltgemeinschaft freier,
souveräner, demokratischer und gleichberechtigter Nationen
wird eine Garantie sein für Frieden, für das Überleben der
Menschheit und für eine tatsächlich entmilitarisierte und
umfassend abgerüstete Gesellschaft. Diese Gesellschaft mag in
der Zukunft liegen, aber wir müssen schon heute dafür kämpfen,
um überhaupt eine Zukunft zu haben.
53 Jahre nach
ihrer Äußerung beim Wiener Völkerkongress für den Frieden 1952
bleiben für uns die Worte Bertolt Brechts – als Mahnung wie
als Aufgabe: „Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen
welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie
werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller
Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen
werden.“
Für eine Welt
ohne Atomwaffen!
Gegen
Imperialismus und Krieg!
Für Frieden,
internationale Solidarität und Sozialismus!
Stamokap-Strömung in der Sozialistischen Jugend Österreich
Kitzbühel,
August 2005
|