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Aufruf zur Teilnahme
an der Demonstration im Rahmen der
Liebknecht-Luxemburg-Ehrung,
13. Januar 2008,
Berlin
Treffpunkt: 10.00 Uhr,
U-Bahnhof Frankfurter Tor, Route zur Gedenkstätte
der Sozialisten in Friedrichsfelde
"Es gibt nämlich zweierlei organische Lebewesen", so
Rosa Luxemburg, "solche, die Rückgrat haben und
deshalb auch gehen, zuweilen sogar laufen. Es
gibt andere, die keines haben, deshalb nur kriechen
und - kleben." Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht
kämpften aufrecht, bis die Reaktion sie ermordete.
Sie krochen nicht vor jenen, die um des Profits
willen vor keinem Verbrechen zurückscheuen. Und sie
nannten die Dinge beim Namen. So schrieb Luxemburg
zu den Schrecken des I. Weltkrieges: "Nicht wenn sie
(gemeint ist die kapitalistische Gesellschaft - die
Verf.), geleckt und sittsam, Kultur, Philosophie und
Ethik, Ordnung, Frieden und Rechtsstaat mimt - als
reißende Bestie, als Hexensabbat der Anarchie, als
Pesthauch für Kultur und Menschheit -, so zeigt sie
sich in ihrer wahren, nackten Gestalt."
Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht geißelten nicht
nur den Krieg als Verbrechen. Ebenso benannten sie
dessen gesellschaftliche Ursachen, organisierten sie
den Widerstand gegen das Morden und jene, die davon
profitieren.
Sie ehrend, wenden wir uns gegen imperialistische
Kriege. Wir fordern den sofortigen Rückzug der
Bundeswehr aus Afghanistan. Unsere ausdrückliche
Solidarität gehört den Völkern Iraks und Palästinas
und nicht minder denen Kubas, Venezuelas, Ecuadors
und Nikaraguas. Unser Abscheu gilt allen
neokolonialistischen Machenschaften, gilt der
hemmungslosen Ausbeutung des afrikanischen
Kontinents. Unsere Solidarität gehört besonders der
US-amerikanischen und israelischen Friedensbewegung.
Wir demonstrieren gegen jegliche direkte und
indirekte Kriegsbeteiligung Deutschlands, gegen alle
aggressiven Bestrebungen der EU und der NATO.
Wir demonstrieren gegen den untrennbar mit Krieg und
horrenden Rüstungsausgaben verbundenen rapiden
Sozialabbau und die damit einhergehende Entwürdigung
von Millionen Menschen in diesem reichen Land. Wir
stellen uns gegen die unverschämten Beschränkungen
bürgerlicher Freiheitsrechte unter dem Vorwand der
Terrorbekämpfung. Wir wehren uns gegen die immer
aggressiver agierenden, sich im ganzen Land
verbreitenden Nazis und demonstrieren gegen
Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus. Dem
Antifaschismus, der internationalen Solidarität und
dem Humanismus fühlen wir uns auf besondere Weise
verpflichtet.
Protest auf der Straße ist nötiger denn je. Die auf
der Straße brauchen parlamentarische Unterstützung
ebenso wie linke Parlamentarier die
außerparlamentarische Opposition. Wir - Linke
unterschiedlicher Strömungen - werden am
13. Januar 2008 friedlich unsere Standpunkte und
Forderungen bekunden. Wir rufen zu einem breiten
Bündnis auf.
Weiterführende
Verweise:
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