Unser 1. Mai ist der Tag der Solidarität, der
Tag, an dem wir all jenen die Hand reichen, die
sich ein besseres Leben verdient haben.
Wir grüssen an diesem 1.Mai all jene, die keine
Arbeit haben und dafür auch noch von der
AMS-Bürokratie schikaniert und von Hetzblättern
verhöhnt werden.
Wir grüssen die Jugendlichen, denen ihre Jugend
verdorben wird, weil sie keinen Job und keine
Lehrstelle haben.
Wir grüssen die Frauen, denen der Platz am Herd
zugewiesen und der Platz in der Gesellschaft
verwehrt wird.
Wir grüssen die ArbeiterInnen, die mit
Hungerlöhnen für harte Arbeit abgespeist werden.
Wir grüssen alle, die - ständig als "kleiner
Mann" verhöhnt - zusammen eine große Kraft sein
können.
Wir grüßen die arbeitenden Menschen!
Wir rufen Euch auf: Nehmt euch, was euch
zusteht!
Ob schwarz, blau, orange, grün oder rosa: Ihre
Hauptsorge gilt dem Kapital. Sie sorgen sich um
die Stiftungsmilliardäre, um das Wohlergehen der
"Wirtschaft" womit sie immer die Banken, die
Industrie- Medien- und Handelsmagnaten meinen.
Diese häufen Reichtum an, Reichtum, der dem
"kleinen Mann" gestohlen wird.
So sehr wir es begrüßen, dass viele karitative
Initiativen sich um arme Menschen kümmern, so
sehr sagen wir: Das ist nicht genug. Es geht
nicht um die Klostersuppe, obwohl die einem
leeren Magen für ein paar Stunden hilft. Es geht
um den ganzen Kuchen. Es geht darum, dass die
Millionen, die die Werte schaffen, auch über den
Reichtum verfügen.
Der Kapitalismus ist eine Räubergesellschaft. Er
ist barbarisch und zynisch. Der große Traum von
einer Gesellschaft ohne Ausbeutung,
Unterdrückung und Krieg ist aktueller denn je.
Der große Traum vom Sozialismus und von der
klassenlosen Gesellschaft, dem Kommunismus.
Der 1. Mai ist unser Tag der internationalen
Solidarität!
Wir grüßen alle Bewegungen in den anderen
Ländern der EU, die sich gegen die neue
EU-Verfassung und damit gegen Aufrüstung und die
Diktatur der Monopole und des Finanzkapitals
stellen.
Wir grüßen alle Bewegungen gegen die barbarische
Politik der transnationalen Konzerne und der
globalen Finanzinstitutionen.
Wir grüßen alle kämpferischen
Gewerkschaftsbewegungen und
ArbeiterInnenparteien.
Wir grüßen alle politischen Gefangenen.
Wir grüßen die politischen und militärischen
Widerstandsbewegungen gegen den US-Imperialismus
und seine Lakaien, im Besonderen grüßen wir den
irakischen Volkswiderstand.
Wir grüßen die KämpferInnen für ein freies
Palästina, für ein gleichberechtigtes und
friedliches Zusammenleben des israelischen und
palästinensischen Volkes.
Als Kommunistische Initiative ist es uns ein
besonderes Herzensanliegen, an diesem 1. Mai -
60 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges und der
Zerschlagung des Faschismus den noch lebenden
WiderstandskämpferInnen und PartisanInnen zu
danken, die ihr Leben im Kampf gegen den
Faschismus aufs Spiel gesetzt haben. Ihr werdet
- ebenso wie die vielen GenossInnen, die ihr
Leben im Kampf verloren - im Herzen der neuen
Generationen von KommunistInnen und
SozialistInnen weiterleben, liebe Genossinnen
und Genossen, eure Ideale werden von Generation
zu Generation weitergegeben, wenn der braune
Sumpf aus BZÖ, FPÖ und Neonazis längst
verschwunden sein wird.
Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!
Hoch die internationale Solidarität!