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Paul Toiflhardt:

Hoch der 1. Mai - unser Tag des Widerstandes!

Rede auf der Mai-Kundgebung 2005 in Wien

 

Die Geschichte des 1. Mai begann mit dem Aufruf der amerikanischen Arbeiterbewegung zum Generalstreik zur Durchsetzung des Achtstundentages am 1. Mai 1886. Die Verteidigungsmaßnahmen, die von den Arbeitern und Arbeiterinnen im Zuge der blutigen Polizeimaßnahmen ergriffen wurden, gingen als der Haymarket Riot in die amerikanische Geschichte ein.

Auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationalen 1889 in Paris, ist zum Gedenken der Opfer des Haymarket Riot der 1. Mai zum "Kampftag der Arbeiterbewegung" geworden, für uns Kommunistinnen und Kommunisten, Sozialistinnen und Sozialisten ist er auch ein Tag der Bekräftigung des Bekenntnisses und des Willens der Arbeiterklasse zur revolutionären Überwindung des Kapitalismus.

Die vergangene Jahre, seit dem Zusammenbruch des Realsozialismus in Europa, stehen im Zeichen der schärfsten kapitalistischen Offensive. Die den Imperialismus kennzeichnende Tendenz zum Kriege tritt ungehindert und deutlicher zu Tage, die den Imperialismus kennzeichnende Tendenz zum Abbau sozialer und demokratischer Errungenschaften der werktätigen Menschen tritt ungehindert und deutlicher zu Tage, die den Imperialismus kennzeichnende Tendenz zur Korruption von Teilen der Arbeiterklasse tritt ungehindert und deutlicher zu Tage.

Mehr denn je muss der 1. Mai daher den revolutionären Charakter der Maifeier hervorkehren, soll unser Marsch auch ein Protest sein gegen die Kampfunwilligkeit der Gewerkschaftsbürokratie, gegen die Helfer und Helfershelfer des staatsmonopolistischen Kapitalismus in den Reihen der Arbeiterbewegung.
Alle reformistischen Versuche, dem 1. Mai diesen revolutionären Charakter zu nehmen, müssen zurückgewiesen und bekämpft werden.

Es muss in diesem Sinn auch auf die schmutzige Rolle der Baier-"K"P hingewiesen werden, die auf verleumderische Art und in dreister Weise nichts unversucht lässt, die anti-imperialistische und revolutionäre Linke in Österreich zu diffamieren und zu bekämpfen.

Die Baier-"K"P spaltet und grenzt innerhalb der fortschrittlichen Kräfte in Österreich aus, sie verteidigt Kriegshetzer und Proimperialisten nicht nur, sie nimmt sie sogar in die eigenen Reihen auf und ist damit ein Mühlstein am Hals der Antikriegs- und Antiimperialistischen Bewegung, ein Mühlstein am Hals der internationalen Solidarität.

Mehr denn je muss der 1. Mai daher der internationalistischen und antiimperialistischen Charakter der Maifeier demonstrieren, soll unser Marsch das erste Mal seit Jahren wieder ein gemeinsamer internationalistischer Zug des Widerstandes gegen Krieg, Besatzung, Bildungs- und Sozialabbau und die Einschränkung demokratischer Rechte sein.
Alle reformistischen Versuche, dem 1. Mai diesen internationalistischen und antiimperialistischen Charakter zu nehmen, müssen zurückgewiesen und bekämpft werden.

Wir stehen 2005 auch im 60. Jahr der Befreiung vom Faschismus. Und die Arbeiterklasse, Kommunistinnen und Kommunisten, Sozialistinnen und Sozialisten erbrachten weltweit die größten Opfer im Kampfe gegen die faschistische Barbarei des Imperialismus und gehören zu den meist verfolgten und vernichteten Opfern der Faschisten.
Mehr denn je muss der 1. Mai daher den antifaschistischen Charakter der Maifeier demonstrieren. Unser Marsch soll daher auch das Andenken an die Heldinnen und Helden des antifaschistischen Widerstands, der Roten Armee und der Sowjetunion hoch halten.

Hoch der 1. Mai - Der Kampftag der Arbeiterklasse!
Hoch der 1. Mai - Unser Tag des Widerstandes!
Nieder mit dem Imperialismus!
Hoch die internationale Solidarität!

 

 

 

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