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Der 1. Mai ist für uns nicht nur ein Feiertag,
sondern er ist UNSER TAG DES WIDERSTANDES gegen
die fortwährende Angriffe der Herrschenden auf
die sozialen und demokratischen Errungenschaften
der arbeitenden Menschen in Österreich und ganz
Europa. Arbeitszeitverlängerung, Lohnraub,
Rekordarbeitslosigkeit - das ist das wahre
Gesicht des Kapitalismus.
Genauso bedeutet Kapitalismus zunehmendes
Abdrängen insbesondere von Frauen in
schlechtbezahlte (Teilzeit-)Jobs und verschärfte
Ausbeutung von ImmigrantInnen. Umso beschämender
ist die Tatenlosigkeit der Führung der
österreichischen und europäischen
ArbeiterInnenbewegung. Unsere 1.
Mai-Demonstration ist daher auch ein Protest
gegen die Kampfunwilligkeit der
Gewerkschaftsbürokratie angesichts der
Langzeitoffensive des Kapitals. Anknüpfend an
die kämpferischen Traditionen der
ArbeiterInnenbewegung und den jüngsten
Erfahrungen in den Streiks seit 2003 treten wir
für die Organisierung des Widerstandes im
Betrieb und auf der Straße ein. Nur durch
Massendemonstrationen und -streiks in Österreich
und Europa kann die hemmungslose Offensive der
Unternehmer und ihrer Handlanger in der
Regierung gestoppt werden!
Der 1. Mai ist nicht nur ein Feiertag, er ist
UNSER TAG DES WIDERSTANDES gegen das Projekt
einer imperialistischen EU-Großmacht. Die
Herrschenden wollen eine europäische Supermacht
aufbauen, um ihre politischen und
wirtschaftlichen Interessen weltweit sowohl
eigenständig als auch gemeinsam mit den USA
durchsetzen zu können. Daher wollen sie die
EU-Verfassung um jeden Preis durchsetzen und
deswegen treiben sie eine massive Aufrüstung und
den Aufbau der EU-battle-groups voran. Obwohl
viele Menschen diesen Marsch in Richtung
Militarismus ablehnen, haben nicht nur die
schwarz-blaue Regierung, sondern auch die SPÖ
und die Grünen eine Volksabstimmung über die
EU-Verfassung abgelehnt. Die ÖGB-Spitze
organisiert ebenfalls keine Aktionen. Doch nur
eine entschlossene und kämpferische
Widerstandskampagne auf der Straße und in den
Betrieben kann der Militarisierung Einhalt
gebieten, kann einen Beitritt Österreichs zur
NATO oder den EU-battle-groups verhindern und
eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung
erzwingen.
Der 1. Mai ist nicht nur ein Feiertag, er ist
UNSER TAG DES WIDERSTANDES gegen den
"permanenten Krieg" der imperialistischen
Großmächte. Wir unterstützen das
Selbstbestimmungsrecht der Völker im Irak und
Palästina und solidarisieren uns mit ihrem Kampf
gegen die Besatzer und deren Helfershelfer.
Ebenso verurteilen wir die Politik der Drohungen
und Einmischungsversuche des US-Imperialismus
und seiner Verbündeten. Hände weg von Iran,
Korea, Syrien, Kuba und Venezuela!
Der 1. Mai ist nicht nur ein Feiertag, er ist
UNSER TAG DER INTERNATIONALEN SOLIDARITÄT. Im
Geist der internationalen Solidarität haben wir
mit Erfolg für die Freiheit von Sandra Bakutz
gekämpft. Im Geist der internationale
Solidarität werden wir auch weiterhin für die
Freiheit aller politischer Gefangener kämpfen -
sei es in der Türkei, im Baskenland, in Nepal,
auf den Philippinen, in Palästina oder im Irak.
Für eine Welt ohne Ausbeutung, Unterdrückung und
Krieg!
Für einen kämpferischen 1. Mai!
Es lebe der 1. Mai - unser Tag des Widerstandes!
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