Mit einer gewaltigen
Streitmacht – 3,6 Millionen Soldaten, 3600 Panzern, 3400 Flugzeugen –
überfiel das faschistische Deutschland am 22. Juni 1941 die
Sowjetunion. In dem fast vierjährigen brutalen Krieg verloren über
drei Millionen deutsche und fast neun Millionen sowjetische Soldaten
ihr Leben. Adolf Hitler hatte das Sowjetsystem völlig unterschätzt.
Der Antifaschistische Kampf der UdSSR sollte erfolgreich sein.
Es gibt immer wieder
„Historiker“, die behaupten, eigentlich habe Hitler gar nicht die
Sowjetunion überfallen, sondern Stalin sei der Kriegstreiber gewesen.
Deren Wortführer ist der nach England emigrierte Wladimir Resun,
Pseudonym Viktor Suworow, der sich wohl nach dem zaristischen
Feldmarschall Alexander Suworow benennt. Wir lesen bei ihm: "Den
endgültigen Entschluss, den Krieg zu beginnen, fasste Stalin am 19.
August 1939", vier Tage vor Abschluss des Nichtangriffs-Paktes in
Moskau. An eben diesem 19. August 1939 habe Stalin beschlossen, den
Krieg gegen Hitler am 6. Juli 1941 zu beginnen.
Das ist natürlich
absoluter Schwachsinn und historisch falsch. Für viele scheint aber
genau dieser Punkt, nämlich der Nichtangriffs – Pakt zwischen Hitler
und Stalin als merkwürdig. Wie konnte der Antifaschist Josef Stalin
einen Pakt mit Nazideutschland eingehen? Im folgenden Text werde ich
versuchen, die Hintergründe des Nichtangriffs-Pakts und die
tatsächlichen Ereignisse rund um den Überfall Hitlers darzulegen.
Moralische Motive einmal
beiseite gelassen, hatte Stalin kaum eine andere Wahl, als mit Hitler
zu paktieren. Was der Westen nicht zur Kenntnis nahm, war für Stalin
ein zusätzlicher und wichtiger Grund. Er hatte zwei Fronten zu
bedienen, weil die Japaner in ihrem Puppenstaat Mandschukuo die
Grenzen Russlands und der russischen Mongolei dauerhaft beunruhigten.
Am 23. August 1939, an dem Tag, an dem Molotow und Ribbentrop in
Moskau den Nichtangriffs-Pakt unterschrieben, hatte der spätere
Marschall Georgij Schukow am Chalchin-Gol-Fluss eine ganze japanische
Armee eingekreist und eine Woche später mit seinen Panzern
geschlagen.
Glaubhaft berichtet
Chruschtschow, sicher kein Freund Stalins, in seinen Memoiren, sie
hätten damals nachts noch in Stalins Datscha gesessen, etwas
verblüfft, und Stalin habe ihnen erklärt: "Natürlich ist das alles nur
ein Spiel, um festzustellen, wer wen besser betrügen kann. Ich weiß,
was Hitler im Sinn hat. Er denkt, er hat mich ausgeschmiert. Dabei bin
ich es, der ihn ausgeschmiert hat." So dachte er wohl wirklich. Als
Hitler sich unter Skrupeln bereit fand, ihm Litauen zu überlassen,
sagte er zu Molotow: "Das tut er nur, um es uns so bald wie möglich
wieder wegzunehmen."
Stalin war sich also
darüber bewusst, dass Hitler ein Interesse an der Sowjetunion haben
musste, war sie doch der sozialistische Dorn im Auge des
kapitalistischen Westens.
Wie wenig Hitler von
diesem Pakt hielt zeigt auch folgendes Dokument: Am 3. Juli 1940
notierte der Chef des Generalstabs des Heeres, Franz Halder: " . . .
wie ein militärischer Schlag gegen Russland zu führen ist, um ihm die
Anerkennung der beherrschenden Rolle Deutschlands in Europa
abzunötigen". Darum allein ging es. Es ging darum die Interessen des
deutschen Kapitals zu sichern und auszubauen.
Im Juni 1940 wurden von
den Deutschen Dokumente abgefangen, die belegten dass Stalin nicht
bereit war, vielleicht noch nicht, sich auf einen Krieg einzulassen.
Hitler kam daher zu dem
Schluss, "Russland müsse 1941 in einem Zug zerschlagen werden". Ziel:
"Vernichtung der Lebenskraft Russlands". Allen Ernstes fragte der
"Führer" seine engsten militärischen Berater Keitel und Jodl, ob man
nicht noch im Herbst 1940 losschlagen könnte. Beide nutzten die gute
Gelegenheit, einmal "nein" zu sagen.
Trotz des „Neins“ der
deutschen Offiziere unterschätzte Deutschland die „Rote Armee“.
Einen letzten Beweis
erblickte man in der etwas armseligen "performance" der Roten Armee
während des Winterkrieges gegen Finnland 1939/40, der von den Finnen
zwar nicht gewonnen werden konnte, in dem die Rote Armee aber
unverhältnismäßig hohe Opfer zu bringen hatte. Übrigens wollte Stalin
diesen Krieg, den er zum Schutz von Leningrad tatsächlich führen
musste, unter Aufbietung all seiner ihm zu Gebote stehenden
Pfeifenraucher-Jovialität vermeiden. Die Finnen erhielten jetzt wie
später erträgliche Bedingungen.
Am 29. Juli 1940 wurde
Generalmajor Erich Marcks von Hitler offiziell beauftragt, einen
"Operationsentwurf Ost" für einen Feldzug gegen die Sowjetunion
auszuarbeiten. Bereits am 5. August konnte er ihn abschließen und
vorlegen. Sein Operationsentwurf wurde die Grundlage für
"Barbarossa".
Hitler hatte sich den
Namen "Barbarossa" für seinen Blitzfeldzug selbst ausgedacht, Mitte
Mai 1941 war als Beginn vorgesehen. Nicht zuletzt sein Naturell machte
ihm einen Strich durch die Rechnung:
Das in Versailles zum
Staat Jugoslawien zusammengeklopfte Koenigreich der Serben, Kroaten
und Slowenen wurde nur durch das eine Bestreben zusammengehalten,
unabhängig zu bleiben. Der Regent Prinz Paul neigte der deutschen
Seite zu, musste aber auf die Meinung seiner Landsleute Rücksicht
nehmen, die überwiegend der Sowjetunion anhingen. Hitler drückte auf
den Regenten und dessen Regierung so lange, bis sie dem Dreimächtepakt
beitraten.
Die Armee putschte. Der
17jaehrige Koenig Peter entkam den Fängen seines Onkels Paul, indem er
aus dem Fenster kletterte und sich die Regenrinne hinabließ. Er
verkündete, dass er den Thron bestiegen habe. Das Land stand verzückt
hinter ihm, die Regierung weigerte sich, den Beitritt zum Dreierpakt
zu ratifizieren.
Hitler blieb nicht, wie
er sich sonst rühmte, "eiskalt". Er gelobte, Jugoslawien ein für
allemal auszulöschen, gleichgültig, was die neue Regierung ihm zu
sagen hatte. Er befahl Bomben auf Belgrad, 17 000 Tote.
Keitel protestierte
namens des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW): So könnten die Termine
für "Barbarossa" nicht eingehalten werden. Der schnaubende Hitler ließ
sich nicht mehr umstimmen.
Am 30. März 1941 hielt
Hitler vor der versammelten Generalität eine zweieinhalbstündige Rede.
Halder macht am Abend wie immer Notizen: "Vernichtungskampf. Künftiges
Staatenbild: Nordrussland gehört zu Finnland, Protektorate
Ostseeländer, Ukraine, Weißrussland. Im übrigen Land genügt eine
primitive sozialistische Intelligenz."
Die Einsatzgruppen der
Sicherheitspolizei und des SD kommen vor, aber nicht als Judenmörder,
sondern wegen einer "angeblichen oder tatsächlichen" Bekämpfung der
Partisanen. Juden werden sogar auch erwähnt, in den Richtlinien des
OKW vom 19. Mai 1941 heißt es: "Dieser Kampf verlangt rücksichtsloses
und energisches Durchgreifen gegen bolschewistische Hetzer,
Freischärler, Saboteure, Juden und restlose Beseitigung jeden aktiven
und passiven Widerstands."
Vorbereitungen für den
Überfall
Der
Verteidigungsminister der UdSSR hieß trotz Finnlandkrieg, immer noch
Semjon Timoschenko, zum Chef des Generalstabes aber hatte Stalin
Georgij Schukow ernannt.
Am 5. Juni ließ sich
nicht länger verheimlichen, dass die deutschen Stosstruppen in ihre
Stellungen vorrückten. Es war nicht mehr eine Frage des Ob, sondern
eine des Wie, dass die Deutschen zum Angriff übergingen. Die beiden
entschlossen sich, die Dinge nicht länger so treiben zu lassen. Am
Freitag, dem 13. Juni, rief Timoschenko Stalin an und bat um die
Erlaubnis, die Grenztruppen zu alarmieren und in Stellung zu bringen,
als eine Präventivmassnahme. Stalin meinte, darüber nachdenken zu
müssen.
Am folgenden Tag
erschienen Timoschenko und Schukow im Kreml, um Stalin in persona zu
sprechen. Einmal mehr hielten sie ihm die wachsende Besorgnis der
Frontkommandeure vor: Deren Truppen müssten in Kampfbereitschaft
versetzt werden. Aber Stalin zögerte noch immer.
"Sie schlagen
Mobilmachung vor, Alarm für die Truppen, um sie zu den westlichen
Grenzen zu bringen?" moserte er. "Das bedeutet Krieg! Verstehen Sie
das oder nicht?"
Sogar der
Kommunistenfresser Joachim Hoffmann, der hierzulande vehementer als
jeder andere die These der Stalinschen Präventivabsicht hervorhebt,
weiß von dieser Besprechung am 14. Juni 1941. Der Generalstab sei
anscheinend entschlossen gewesen, "einen Schritt nach vorn" zu tun und
auch die allgemeine Mobilmachung durchzuführen. Dafür war es nun
ersichtlich zu spät. Die "schleichende" Mobilmachung hatte längst
stattgefunden, wenn auch offenbar nicht mit großem Erfolg. Das war
nicht Schukows Versäumnis. Aber dieser wohl fähigste Marschall auf
sowjetischer Seite hat nach dem Krieg in seinen Memoiren eingeräumt,
er und seine Kollegen hätten sich die Wucht und Schnelligkeit des
deutschen Angriffs nicht vorstellen können.
Kriegstreiber: Das
faschistische Deutschland
Die Unterschätzung "des
Russen" war im deutschen Heer allgemein.
Hitler:
"Sandkastenspiel", "tönerner Koloss ohne Kopf".
Sein engster
militärischer Berater, General Alfred Jodl: "Schweinsblase", in die
man nur hineinstechen müsse.
Der Chef des
Generalstabs des Heeres, Franz Halder: "Man braucht nur einmal mit der
Faust hineinhauen, und das Ganze geht in Stücke."
Brauchitsch,
Oberbefehlshaber des Heeres, veranschlagte für den "Feldzug" vier bis
sechs Wochen. Die ersten vier Wochen schienen diesen Rausch, in den
man sich hineingeredet hatte, zu bestätigen.
Was aber tat der
angeblich so kriegsbereite und kriegslüsterne Stalin? Es ist eine
Legende, dass er zusammenbrach, von Chruschtschow in die Welt gesetzt.
Schukow berichtet glaubhaft, wie überrascht Stalin war, als man ihn am
22. Juni aus dem Bett holte und Schukow ihm die Mitteilung von den An-
und Übergriffen der Deutschen am Telefon überbrachte. Er und die
Politbüromitglieder, die man erreichen konnte, versammelten sich im
Kreml.
Um 4.30 Uhr morgens
(Moskauer Zeit) kamen Timoschenko und Schukow wieder in Stalins Büro.
Sie fanden ihn an dem langen, grünbezogenen Tisch sitzen, seine nicht
angezündete Pfeife an sich drückend.
Er hoffte immer noch,
gegen jede Hoffnung, dass die deutsche Invasion nur ein politisches
Spiel sei. Er räsonierte, es wäre doch sicherlich eine formale
Kriegserklärung vorangegangen, wenn hier Krieg gemeint war.
Internationale Verhandlungen hätten vorausgehen müssen, zumindest eine
Konferenz der Außenminister
Er sagte, jemand solle
die deutsche Botschaft anrufen, um herauszufinden, was los sei. Der
Anruf ergab, dass Botschafter Schulenburg selbst um ein Treffen mit
Molotow nachsuchte.
Schulenburg, begleitet
von Botschaftsrat Hilger, erschien im Kreml, um Molotow zu treffen. Er
wurde sofort empfangen. Die üblichen Standardformeln wurden verlesen,
ohne ausdrückliche Kriegserklärung. Also fragte Molotow, um Fassung
ringend: "Ist dies als eine Kriegserklärung gemeint?"
Schulenburg sagte
nichts, sondern zuckte hilflos mit den Schultern. "Es kann nichts
anderes bedeuten", fuhr Molotow fort, "unsere Grenzen sind
überschritten, unsere Städte Odessa, Kiew und Minsk werden seit
eineinhalb Stunden bombardiert. Das haben wir nicht verdient."
Die beiden Deutschen
gingen, nach einem Handschlag. Molotow erschien wieder im Politbüro.
"Die deutsche Regierung hat uns den Krieg erklärt", sagte er. Stalin
blickte ihn böse an: "Wir haben Zeit! Sie sind mir ein schöner
Prophet." Hitler hatte, entgegen Molotows Vorhersage, den
Zweifrontenkrieg begonnen.
Diese Erkenntnis drückte
Stalin so nieder, dass er in seinen Sessel zurücksank. Eine Zeitlang
sagte niemand etwas. Schukow unterbrach das Schweigen. Die Invasoren
müssten aufgehalten werden. "Vernichtet", ergänzte Timoschenko, "nicht
nur aufgehalten".
Um 7.15 Uhr Moskauer
Zeit, um 5.15 Uhr deutscher Zeit am 22. Juni wurde eine merkwürdige
Direktive erlassen. Die sowjetischen Truppen sollten den Feind mit
allen Mitteln zurückschlagen, sie dürften ihn aber nicht über die
eigenen Grenzen hinaus verfolgen. Dass Krieg war, wurde nirgends
bekannt gemacht.
Immer noch legte sich
Stalin quer. Auf seine Anordnung hin blieb sein Außenministerium den
ganzen 22. Juni in Funkkontakt mit der Wilhelmstrasse. Am Nachmittag
ließ Stalin die japanische Regierung in Tokio um Vermittlung bitten.
Um 12.05 Uhr gab Molotow den Angriff der Deutschen im Rundfunk
bekannt.
Sicher, Stalin brach
nicht zusammen, aber er ließ kurz die Zügel schleifen. Trotz aller
Macht, die dieser Mann besaß, war doch auch ein Mensch aus Fleisch und
Blut. Sein Biograph, der Generaloberst Dmitrij Wolkogonow, schreibt,
Stalin sei ein Mann der "härtesten Legierung" gewesen: "Gleichwohl
erfuhr, wie wir heute wissen, in den ersten Tagen des Kriegsbeginns
auch der Wille bei ihm eine Erschütterung." Welch ein Wunder. War
doch Stalin einer jener, welcher die Faschistische Gefahr erkannte. Er
wusste: Würde nicht die UdSSR den antifaschistischen Kampf aufnehmen
und gewinnen, wäre der Faschismus und der Kapitalismus eindeutiger
Sieger.
Woher das Gerücht des
Präventivkriegs?
Es trifft zu, dass
Stalin auf einem Bankett im Kreml am 5. Mai vor einigen hundert
Absolventen der Militärakademie 40 Minuten lang eine Rede gehalten
hat, von der kein schriftlicher Text vorliegt. Die Rede kann nur gegen
Deutschland gemeint gewesen sein.
Die Grundzüge der
Stalin-Rede: Mit einem deutschen Angriff in naher Zukunft muss man
rechnen; die Rote Armee kann ihm noch nicht hinlänglich
begegnen; die Regierung wird alles versuchen, einen bewaffneten
Konflikt bis zum Herbst hinauszuzögern. Der Versuch kann auch
fehlschlagen; die Zeitspanne "bis zum August" ist die
allergefährlichste. Gelänge der Versuch aber, so "wird der Krieg mit
Deutschland fast unvermeidlich im Jahr 1942 stattfinden, und zwar
unter viel günstigeren Bedingungen". Diese Rede sollte aer als
Vorbereitung der jungen Offiziere auf eine wahrscheinliche Aggression
der Faschisten sein und nicht ein Säbelrasseln. Diese Darstellung
entspricht der damaligen Interessenlage. Wichtiger für die
Sowjetbürger war aber nicht der ihnen unbekannte Wortlaut der
Bankettrede, sondern dass Stalin am Tag darauf selbst Regierungschef
wurde, mit Molotow als seinem Stellvertreter.
Am 3. Juli 1941 hielt
Stalin um 6.30 Uhr morgens ohne Vorankündigung die wohl wichtigste
Rede dieses Jahrhunderts. Nie vorher hatte er seine Völkerschaften
"Brüder und Schwestern" genannt, nie später würde er das tun.
In dieser Rede machte
Stalin klar, worum es beim Nichtangriffspakt ging: Frieden zumindest
auf Zeit sichern, um die eigenen Streitkräfte für eine vom
faschistischen Deutschland ausgehende Aggression fit zu machen. Nie
hatte die UdSSR geplant, selbst als Aggressor die Arena zu betreten.
Der Krieg dauerte vier
Jahre. Nicht Stalin hatte ihn begonnen.
Die Rolle Stalins
- Diktator oder
Befreier?
Es steht hier einzig und
alleine die Rolle Stalins und der UdSSR bei Kriegeintritt zur Debatte.
Sicherlich hatte Stalin viele Verbrechen gedeckt oder verharmlost, die
der Sache des Sozialismus schadeten. Seine Zeit als Herrscher der
Sowjetunion steht hier nicht zur Diskussion.
Wichtig ist, dass es
ohne den Sieg der UdSSR keinen Antifaschistischen Erfolg gegen Hitler
gegeben hätte.
Es stimmt, Stalin hatte
sich der Praktiken Friedrichs erinnert, dass der Soldat seine
Vorgesetzten mehr fürchten müsse als den Feind. Aber war Leningrad
etwa von NKWD-Truppen und nicht von Leningrader Proletariat verteidigt
worden? Wurde Stalingrad nur durch NKWD-Terror vor Hitler gerettet? Es
stimmt, dass die Rote Armee mehr verstümmelte als die Armee Hitlers.
Aber die deutsche Vernichtungs- und Ausrottungsmaschinerie arbeitete
systematischer und effektiver.
Ein Gerücht ist auch
Stalin habe am 6. November 1941 befohlen, alle Deutschen ohne
Unterschied totzuschlagen. Das hat er nicht. Er rief dazu auf, "alle
Deutschen, die in das Gebiet unserer Heimat als Okkupanten
eingedrungen sind, bis auf den letzten Mann zu vernichten".
Für
uns bleibt die Erkenntnis: Die Sowjetunion hat eine ungeheuren
Abwehrkampf gegen die Faschisten geführt und dadurch wesentlich an
dessen Zerschlagung mitgewirkt.