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Das
"Lied der XI. Brigade" handelt vom Spanischen Bürgerkrieg 1936-1939. An
diesem beteiligten sich schon ab
Herbst 1936 - auf Initiative der Komintern - auf Seiten der
antifaschistischen republikanischen Kräfte zahlreiche ausländischen
KämpferInnen, insgesamt dürfte die Zahl um die
40.000 liegen. Die von ihnen gebildeten Internationalen Brigaden griffen
zwischenzeitlich durchaus erfolgreich in das Geschehen ein, so z.B. bei
der Verteidigung Madrids im November 1936 oder auch bei der
Niederschlagung des italienischen Expeditionskorps bei Guadalajara im
Frühjahr 1937. Trotzdem konnte auch die aufopfernde Beteiligung
zahlreicher AntifaschistInnen, v.a. von SozialistInnen und
KommunistInnen, die Niederlage der Spanischen Republik gegen den von
Hitler-Deutschland und Mussolinis Italien unterstützten Franco nicht
verhindern. Schlussendlich trugen leider auch die offene Sabotage und
die geradezu groteske Gegnerschaft durch anarchistische Kräfte zum
Misserfolg der antifaschistischen Volksfront und zum Sieg des Faschismus
bei.
Die hier
besungene XI. Internationale Brigade wurde am 22. Oktober 1936 erstmals
formiert (und freilich wiederholt umstrukturiert). In dieser Brigade,
die wiederum aus verschiedenen Bataillonen zusammengesetzt war, wurden
KämpferInnen aus verschiedenen Ländern zusammengefasst. Einen
wesentlichen Teil dieser XI. Brigade bildeten AntifaschistInnen aus
Deutschland und Österreich. Diese waren v.a. in den Bataillonen "Ernst
Thälmann" (benannt nach dem KPD-Vorsitzenden 1925-1933), "Edgar André"
(1894-1936; von der NS-"Justiz" ermordeter deutscher Kommunist) sowie im
Bataillon "12. Februar" (bezogen auf den Februaraufstand 1934)
organisiert. Ebenfalls in den Reihen der XI. Brigade kämpften
zwischenzeitlich z.B. das hauptsächlich polnische Bataillon "Jaroslaw Dombrowski"
(benannt nach einem Kämpfer der Pariser Kommune von 1871; auch in der
XII. Brigade) oder das französische und belgische Bataillon "Commune de
Paris" (auch in der XIV. Brigade). In der XII. Brigade ("Garibaldi")
z.B. kämpften mehrere italienische Einheiten, in der XV. Brigade auch
NordamerikanerInnen ("Lincoln"-Bataillon, "George Washington"). Die
meisten ausländischen KämpferInnen der Internationalen Brigaden kamen
aber aus Frankreich. Sie waren v.a. in der XIII. und XIV. Brigade ("La
Marseillaise") organisiert.
Das
"Lied der XI. Brigade" (auch "Ballade" oder "Marsch der XI. Brigade")
ist selbst aus der Zeit des Spanischen Bürgerkriegs. Die Melodie
komponierte Grigori Schneerson, der Text stammt von Ernst Busch
(1900-1980), der gleichzeitig auch der bekannteste Interpret dieses
Liedes ist und 1937/38 selbst in Spanien zugegen war. Die letzte Strophe
ist freilich eine österreichische Variante, im in Deutschland
gebräuchlichen Original ist das Wiener "Heldentor" das "Deutsche Tor"
und die "Donau" der "Vater Rhein". Bezüglich des Refrains existieren
ebenfalls geringfügig von einander abweichende Versionen, die
untenstehende ist die häufigste.
Lied der XI.
Brigade
In Spanien stands um
unsre Sache schlecht,
zurück ging's Schritt um Schritt,
und die Faschisten brüllten schon:
"Gefallen ist die Stadt Madrid!"
Da kamen sie aus aller Welt
mit einem roten Stern am Hut.
In Manzanares kühlten sie
dem Franco das zu heiße Blut.
Das waren Tage der
Brigade Elf
und ihrer Freiheitsfahne.
|: Brigada Internacional
ist unser Ehrenname. :|
Bei Guadalajara im
Monat März,
in Kält' und Regensturm,
da bebte manches tapfre Herz
und in Torija selbst der Turm.
Da stand der Garibaldi auf,
André, Dombrowski ihm zur Seit.
Die brachten bald zum Dauerlauf
die Mussolini-Herrlichkeit.
Das waren Tage der
Brigade Elf
und ihrer Freiheitsfahne.
|: Brigada Internacional!
ist unser Ehrenname. :|
Und dauert's auch noch sieben Jahr,
dass wir im Kampfe stehen.
Ein jeder Krieg wird einmal gar,
wir werden Öst'rreich wiedersehen!
Dann ziehen wir zum Heldentor
Mit "Pasaremos!" ein.
Was übrig bleibt vom Hakenkreuz,
Versenken wir in die Donau 'rein.
Das werden Tage der
Brigade Elf
Und ihrer Freiheitsfahne.
|: Brigade Internacional!
bleibt stets ein Ehrenname. :|
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