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Clara Zetkin wird am 5. Mai 1857 als Clara Eißner in Sachsen geboren.
Sie studiert in Leipzig am Lehrerinnenseminar. Durch ihren späteren
Lebensgefährten Ossip Zetkin knüpft sie Verbindungen mit der
sozialistischen Bewegung. Während der Sozialistengesetze tritt sie in
die Deutsche Sozialistische Arbeiterpartei(1878) ein, dies führt zu
einem Bruch mit ihrer Familie. 1882 folgt sie Zetkin nach Paris, wo
sie beginnt sich mit der marxistischen Lehre eingehender zu befassen,
dort sollte sich auch ihr Internationalismus heraus entwickeln.
Bekannt wurde Clara Zetkin vor allem auf dem Internationalen
ArbeiterInnenkongress von 1889, dem Gründungskongress der II.
Internationalen. Dort hält sie einen Vortrag über die Frauenfrage, der
sich auf die Bedingungen der Arbeiterinnen im Kapitalismus bezieht.
Schon damals macht Zetkin deutlich, dass die Frauenfrage einen Teil
der sozialen Frage ausmacht. Die Gleichberechtigung der Frau setzt
demnach die Durchsetzung des Sozialismus voraus.
1891 nach dem Auslaufen des Sozialistengesetzes kehrt sie nach
Deutschland zurück. Dort leitet sie 1892-1917 die „Gleichheit“. Die
Gleichheit ist
das
Sprachrohr der Arbeiterinnenbewegung, damit wird sie zur Leitfigur der
proletarischen Frauenbewegung.
Zetkin spricht sich dabei stets für eine Abgrenzung zur bürgerlichen
Frauenbewegung aus, denn Ziel der Proletarierin sei es die
Klassengesellschaft als wahre Ursache der Unterdrückung abzuschaffen.
1907 wird sie zur Vorsitzenden des Internationalen Frauensekretariats
gewählt. Auf der zweiten internationalen Konferenz sozialistischer
Frauen in Kopenhagen schlägt Zetkin die Einrichtung des
internationalen Frauentages vor. Als die Führung der Sozialdemokratie
den ersten Weltkrieg befürwortet stellt sie sich offen dagegen. Sie
bekämpft des weiteren von Anfang an den Reformkurs der Partei. Dies
führt dazu, dass sie sich 1917 der USPD anschließt. Die Herausgabe
„der Gleichheit“ wird ihr entzogen. 1919 tritt sie der KPD bei, welche
von ihrer engen Freundin Rosa Luxemburg mitbegründet wurde. Für die
KPD ist sie 1920-33 Mitglied des Reichstags.
Von Anfang an erklärt sie sich solidarisch mit der Sowjetunion. Auf
ihrer ersten Reise in die Sowjetunion (1920) entwickelt sich eine
fortan tiefe Freundschaft mit Lenin. In der KPD nimmt sie maßgeblich
Anteil am Aufbau der Frauenbewegung, und gibt die Zeitschrift „Die
Kommunistin“ heraus. 1921 wird sie zur Leiterin des Internationalen
Frauensekretariats bestimmt.
1925 wird sie Präsidentin der Internationalen Roten Hilfe.
1932 eröffnet sie als Alterspräsidentin den neugewählten Reichstag.
Dort spricht sie offen Warnungen vor dem Nationalsozialismus aus und
ruft zu einer Einheitsfront der Werktätigen gegen den Faschismus auf.
Bis an ihr Lebensende ist Zetkin geprägt von dem Wunsch der
Durchsetzung des Sozialismus. Clara Zetkin stirbt am 20. Juni 1933 und
wird zwei Tage später an der Kremlmauer beigesetzt.
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